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Gartenmöbel richtig einlagern und gut durch den Winter

5 Minuten Lesezeit
Hand ölt einen gereinigten Gartentisch aus Lärchenholz mit einem Tuch, bevor die Gartenmöbel eingelagert werden

Heimische Hölzer wie Lärche brauchen Pflege, bevor man die Gartenmöbel einlagert. Das Öl muss vollständig getrocknet sein, bevor die Möbel gestapelt oder abgedeckt werden.

Im Oktober stehen sie noch auf der Terrasse, die Stühle, auf denen im August bis spät in den Abend gesessen wurde. Das Laub sammelt sich in den Polsternischen, auf dem Holztisch bilden sich dunkle Wasserränder, und irgendwann kommt der erste Frost. Viele Gartenmöbel überstehen den Winter im Freien gut, andere verlieren in wenigen Monaten, was sie über Jahre ausgemacht hat. Wer Gartenmöbel einlagern oder richtig abdecken will, muss nicht jedes Stück in den Keller tragen. Es kommt darauf an, woraus Tisch, Stuhl und Liege gemacht sind, und darauf, dass sie sauber und trocken in die Winterpause gehen.

Schmutz und Feuchtigkeit sind die eigentlichen Winterschäden

Kälte allein schadet den meisten Gartenmöbeln wenig. Probleme entstehen, wenn Feuchtigkeit und Schmutz über Monate auf dem Material liegen. Blütenstaub, Vogelkot und Laubreste zersetzen sich, halten Wasser fest und begünstigen Stockflecken, Grünbelag und Schimmel. Friert Wasser in feinen Rissen, dehnt es sich aus und weitet sie. Unter einer luftdichten Plane schwitzen die Möbel, und es bildet sich Kondenswasser, das nicht abtrocknen kann.

Deshalb beginnt die Wintervorbereitung für alle Materialien gleich. Wählen Sie einen trockenen, möglichst milden Herbsttag, reinigen Sie die Möbel mit lauwarmem Wasser, etwas mildem Reiniger und einer weichen Bürste und lassen Sie sie vollständig trocknen. Ein Hochdruckreiniger ist nur mit großem Abstand und niedrigem Druck sinnvoll, weil er Holzfasern aufraut und Wasser in Fugen presst.

Aluminium und Polyrattan dürfen draußen bleiben

Möbel aus pulverbeschichtetem Aluminium sind weitgehend witterungsbeständig und rosten nicht. Sie können den Winter im Freien verbringen, am besten an einem geschützten Platz unter einer Überdachung oder unter einer Schutzhülle. Prüfen Sie vorher, ob die Beschichtung Kratzer oder Abplatzungen hat, und bessern Sie diese mit einem passenden Lackstift aus.

Auch Polyrattan, ein Kunststoffgeflecht, nimmt keine Feuchtigkeit auf und gilt als robust. Hochwertiges Geflecht bleibt auch bei starkem Frost elastisch, günstigere Qualitäten können bei sehr niedrigen Temperaturen spröde werden. Eine Schutzhülle hält Schmutz ab und verlängert die Lebensdauer, weil sie das Material vor UV-Strahlung und starken Temperaturwechseln schützt. Belasten Sie Polyrattan bei Frost möglichst nicht, und stapeln Sie keine schweren Gegenstände darauf.

Holz braucht mehr Aufmerksamkeit als Metall

Bei Holzmöbeln kommt es auf die Holzart an. Tropische Harthölzer wie Teak sind dicht und ölhaltig und vertragen Nässe gut. Viele Hersteller raten sogar davon ab, Teakmöbel im beheizten Haus zu lagern, weil die trockene Heizungsluft Risse im Holz verursachen kann. Unter einer atmungsaktiven Hülle oder in einem unbeheizten Raum sind sie gut aufgehoben. Die silbergraue Patina, die Teak draußen entwickelt, schadet dem Holz nicht und wirkt wie eine Schutzschicht.

Heimische Hölzer wie Kiefer, Fichte oder Lärche sind empfindlicher. Sie brauchen eine Imprägnierung oder Lasur und sollten den Winter möglichst im Trockenen verbringen, etwa im Gartenhaus, in der Garage oder im Keller. Haben sich im Sommer Risse oder vergraute Stellen gebildet, lohnt es sich, sie vor dem Einlagern leicht anzuschleifen und nach Herstellerangaben zu ölen. Wichtig ist, dass das Öl vollständig eingezogen und getrocknet ist, bevor die Möbel abgedeckt oder gestapelt werden.

Wer Gartenmöbel einlagern muss, beginnt mit Stahl und echtem Rattan

Möbel aus einfachem Stahl oder Schmiedeeisen rosten, sobald die Lackierung beschädigt ist. Kontrollieren Sie vor dem Winter alle Kanten, Schweißnähte und Füße. Beginnender Rost wird mit einer Drahtbürste entfernt, die Stelle mit Rostschutzgrundierung behandelt und nachlackiert. Scharniere und Klappmechanismen bekommen einen Tropfen Öl. Solche Möbel verbringen den Winter am besten in einem trockenen Raum.

Echtes Rattan und Korbgeflecht aus Naturfasern sind nicht winterfest, auch nicht mit Lackierung. Sie nehmen Feuchtigkeit auf, quellen, verlieren ihre Spannung und neigen zu Schimmel. Diese Möbel gehören in einen trockenen, gut belüfteten Innenraum. Stellen Sie sie nicht direkt an feuchte Kellerwände.

Polster und Kissen dürfen nicht feucht in die Kiste

Auflagen, Kissen und Polster sind die empfindlichsten Teile der Gartenausstattung. Auch wetterfeste Bezüge speichern im Schaumstoffkern Feuchtigkeit, die über den Winter zu Stockflecken und muffigem Geruch führt. Waschen Sie abnehmbare Bezüge nach Pflegeetikett, lassen Sie Polster an einem sonnigen Tag vollständig durchtrocknen und lagern Sie sie drinnen, etwa im Keller, auf dem Dachboden oder unter dem Bett.

Person legt Gartenpolster in atmungsaktiven Taschen in ein Holzregal im trockenen Keller
Polster gehen nur vollständig trocken in die Winterpause. In atmungsaktiven Hüllen und mit Luft im Regal bleiben sie frei von Stockflecken.

Wer eine Kissenbox auf der Terrasse nutzt, sollte die Polster zusätzlich in atmungsaktive Hüllen stecken und die Box nur bis unter die Lüftungsschlitze füllen, damit Luft zirkulieren kann. Die Box selbst sollte waagerecht stehen, damit kein Regenwasser eindringt. Sonnenschirme lassen Sie vor dem Einlagern an einem trockenen Tag aufgespannt gut durchtrocknen. Anschließend werden sie zusammengerollt in eine Schutzhülle gesteckt und liegend oder stehend im Trockenen aufbewahrt. Der schwere Schirmständer kann bei frostfesten Materialien draußen bleiben.

Die richtige Hülle atmet

Wer Möbel draußen überwintert, braucht eine passende Abdeckung. Entscheidend ist, dass sie wasserabweisend und zugleich atmungsaktiv ist. Einfache Plastikplanen halten zwar Regen ab, lassen aber keine Feuchtigkeit entweichen. Darunter bildet sich Kondenswasser, und die Möbel schimmeln. Hochwertige Schutzhüllen aus beschichtetem Polyestergewebe haben Lüftungsöffnungen und einen Kordelzug, mit dem sie sich sturmsicher befestigen lassen.

Gartenmöbel unter grauen, atmungsaktiven Schutzhüllen mit Lüftungsöffnung auf einer Terrasse mit Raureif
Wasserabweisend und atmungsaktiv, mit Lüftungsöffnung und Kordelzug. Unter einer solchen Hülle bildet sich kein Kondenswasser, anders als unter einer einfachen Plane.

Schließen Sie die Hülle nie ganz luftdicht, und legen Sie sie nur über saubere, trockene Möbel. Stühle lassen sich stapeln und gemeinsam abdecken. Ein umgedrehter Eimer oder ein Ball unter der Hülle auf dem Tisch sorgt dafür, dass Regenwasser abläuft und sich keine Pfützen bilden. Kontrollieren Sie die Abdeckungen nach Stürmen, und lüften Sie an milden, trockenen Wintertagen gelegentlich.

Gartenmöbel einlagern zahlt sich im Frühjahr aus

Wenn im Frühjahr die ersten warmen Tage kommen, wird sich zeigen, ob die Wintervorbereitung gereicht hat. Möbel, die sauber und trocken eingelagert wurden, brauchen dann meist nur ein feuchtes Tuch, bevor sie wieder auf die Terrasse dürfen. Polster riechen nicht muffig, Holz ist nicht gerissen, und Metall zeigt keine neuen Rostflecken.

Planen Sie für den Herbst etwa eine Stunde ein: reinigen, trocknen lassen, kleine Schäden ausbessern, dann je nach Material einlagern oder abdecken. Wer den Stauraum knapp hat, lagert nur die empfindlichsten Teile drinnen, Polster, Naturgeflecht und Weichholz, und lässt Aluminium, Polyrattan und Teak unter einer guten Hülle draußen. Auch das ist eine Entscheidung, die sich im April sehen lässt.

Fotos: Textnetz, Generiert mit KI

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