Zum Inhalt springen

Schwarze Silikonfuge erneuern statt endlos putzen

3 Minuten Lesezeit
Alte Silikonfuge an der Badewanne mit dunklen Flecken, die sich nur durch Erneuern der Silikonfuge retten lässt

Dunkle Punkte, die nach dem Putzen wiederkehren, sitzen oft im Material. Dann ist es Zeit, die Silikonfuge zu erneuern.

Schwarze Punkte in der Fuge zwischen Wanne und Fliese wirken wie ein Reinigungsproblem. Doch bei Silikon sitzt der Schimmel oft im Material selbst, und dann kommt er nach jeder Behandlung wieder.

Das Erneuern der Fuge erfordert sorgfältige Vorbereitung und geeignete Materialien. Der Aufwand liegt weniger im Silikon als in der Vorbereitung, denn eine neue Fuge hält nur auf sauberem und trockenem Untergrund.

Wann Putzen nicht mehr reicht

Oberflächlichen Belag können Sie zunächst vorsichtig entfernen. Bleiben dunkle Punkte zurück oder verfärbt sich die Fuge erneut, sollten Sie sie erneuern. Dann ist das Material selbst befallen, und eine neue Fuge ist die dauerhaftere Lösung.

Prüfen Sie auch, ob die Fuge noch elastisch ist. Löst sie sich an den Rändern von Wanne oder Fliese, zeigt sich ein Spalt oder fühlt sie sich spröde an, kann Wasser dahinter laufen. Das ist ein Grund, nicht länger zu warten, denn eine feuchte Wand hinter der Fuge verursacht deutlich größere Schäden als eine neue Fuge.

Die alte Fuge vollständig entfernen

Schneiden Sie die alte Fuge an beiden Rändern mit einem scharfen Messer oder einem Fugenkratzer ein und ziehen Sie sie in einem Stück ab. Arbeiten Sie vorsichtig, damit Sie Fliesen und Wannenrand nicht zerkratzen. Verbleibende Reste lösen Sie mit einem Silikonentferner aus dem Baumarkt, den Sie nach Packungsanleitung einwirken lassen.

Hand führt einen Fugenkratzer an einer alten Silikonfuge entlang, ein Silikonstreifen löst sich in einem Stück
Die alte Fuge muss vollständig raus, denn auch ein kleiner Rest verhindert, dass die neue Fuge haftet. Geduld lohnt sich an dieser Stelle.

Bleibt auch nur ein Rest alten Silikons stehen, haftet die neue Fuge dort nicht und löst sich später an genau dieser Stelle. Gehen Sie deshalb mit einer alten Zahnbürste nach und tasten Sie die Ränder mit dem Finger ab, bis nichts Glattes oder Gummiartiges mehr zu spüren ist.

Der Untergrund muss sauber und trocken sein

Entdecken Sie beim Entfernen Schimmel in der Fuge oder dahinter, beseitigen Sie ihn, bevor Sie neu verfugen. Reinigen Sie die Flächen mit einem geeigneten Schimmelentferner, spülen Sie gründlich nach und lassen Sie alles vollständig trocknen. Das kann über Nacht dauern, ein Fön oder Heizlüfter beschleunigt es.

Entfetten Sie die Ränder anschließend mit Spiritus oder einem Fettlöser und kleben Sie beidseitig Malerkrepp auf die Fliesen und den Wannenrand, sodass ein gleichmäßig breiter Streifen frei bleibt. Das Krepp sorgt für gerade Kanten und erspart das Putzen von überschüssigem Silikon.

Sanitärsilikon sauber einbringen

Verwenden Sie Sanitärsilikon mit Schimmelschutz und schneiden Sie die Kartuschenspitze schräg so ab, dass die Öffnung etwas schmaler ist als die Fuge. Ziehen Sie die Düse mit gleichmäßigem Druck in einer ruhigen Bewegung durch die gesamte Fuge, ohne abzusetzen, denn jede Unterbrechung ist später eine Schwachstelle. Bei Übergängen zwischen Wand und Boden verbessern ein Haftgrund und eine Hinterfüllschnur die Elastizität.

Hand führt eine Kartuschenpistole an einer Wannenfuge entlang, beidseitig ist Malerkrepp aufgeklebt
Ein ruhiger, durchgehender Zug sorgt für eine gleichmäßige Fuge. Das Krepp wird abgezogen, solange das Silikon noch weich ist.

Glätten Sie die Fuge sofort mit einem Fugenglätter oder mit dem Finger, den Sie in Spülmittelwasser getaucht haben, und ziehen Sie das Malerkrepp ab, solange das Silikon noch weich ist. Danach muss die Fuge aushärten. Beachten Sie die Angabe auf der Kartusche; bei OTTOSEAL S 100 beträgt die Aushärtung unter 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchtigkeit etwa 24 Stunden, für die Wiederbenutzung einer abgedichteten Badewanne empfiehlt der Hersteller etwa ein bis zwei Tage.

Nach dem Duschen abziehen und lüften

Eine neue Fuge bleibt länger sauber, wenn sie nach dem Duschen nicht dauernd nass bleibt. Ziehen Sie Fliesen und Fugen mit einem Abzieher ab, damit weniger Restfeuchte im Bad zurückbleibt, und trocknen Sie die Wanne am Rand kurz nach. Lüften Sie das Bad danach mit weit geöffnetem Fenster, bis der Spiegel nicht mehr beschlägt.

Hat das Bad kein Fenster, lassen Sie die Tür einen Spalt offen und prüfen, ob ein Luftentfeuchter sinnvoll ist. Kontrollieren Sie die Fuge regelmäßig bei der Badreinigung.

Fotos: Textnetz, Generiert mit KI

0 Kommentare

Kommentar absenden

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Neueste Beiträge